Eingabehilfen öffnen

Zum Hauptinhalt springen

Von der Region, für die Region

Ihre Agrargenossenschaft im Rheinland

Wir suchen Sie!

GESTALTEn SIE MIT UNS DIE ZUKUNFT – werdenSie Teil unseres Teams

Pflanzenbau

Vom Acker zur Ernte – Ihr Experte für modernen Pflanzenbau

Vermarktung

Vom Acker bis zum Verbraucher – Vermarktung, die verbindet

Futtermittel

Regional, hochwertig, vielseitig – Ihr Partner für Futtermittel

Energie

Für die Region – Verlässlich, flexibel, leistungsstark

Pflanzenschutz & Co.

entdecke unsere Auswahl

PFLANZENBAU

Vermarktung

Futtermittel

BBR

DIGITAL

Energie

LOGISTIK

VERSICHERUNG

BUIR BLIESHEIMER – IHR VERLÄSSLICHER PARTNER

ERFAHRUNG UND INNOVATION FÜR EINE ERFOLGREICHE ZUKUNFT

Als moderne Agrargenossenschaft verbinden wir Tradition und Innovation. Unsere Expertise im Agrarhandel sichert Ihnen Qualität und Wachstum. Mit modernen Lösungen für eine erfolgreiche Landwirtschaft begleiten wir Sie von der Saat über die Ernte bis hin zur Vermarktung. Zusätzlich bieten wir Ihnen umfassende Energie-Angebote für Ihren Betrieb und Ihre private Energieversorgung.

BUIR BLIESHEIMER – IHR VERLÄSSLICHER PARTNER

ERFAHRUNG UND INNOVATION FÜR EINE ERFOLGREICHE ZUKUNFT

Als moderne Agrargenossenschaft verbinden wir Tradition und Innovation. Unsere Expertise im Agrarhandel sichert Ihnen Qualität und Wachstum. Mit modernen Lösungen für eine erfolgreiche Landwirtschaft begleiten wir Sie von der Saat über die Ernte bis hin zur Vermarktung. Zusätzlich bieten wir Ihnen umfassende Energie-Angebote für Ihren Betrieb und Ihre private Energieversorgung.

AKTUELLES

Impfkampagne kommt gut voran
In Frankreich macht die Impfkampagne zur Eindämmung der Lumpy-Skin-Krankheit (LSD) große Fortschritte. Wie das Landwirtschaftsministerium am Dienstag (6.1.) mitteilte, nähert sich der Impfkorridor, der die weitere Ausbreitung der Rinderseuche im Südwesten des Landes stoppen soll, seiner Vollendung. Bis zum Vortag waren den offiziellen Angaben zufolge bereits 558.022 Tiere immunisiert worden; bezogen auf die Gesamtzahl der Rinder in dem Gebiet war das ein Anteil von 77,3%. Insgesamt sollen etwa 750.000 Tiere geimpft werden, und zwar bis Ende Januar.
Angekündigt worden war die Impfkampagne Mitte des vergangenen Monats. Angesichts des zunehmenden Widerstands gegen die vorgeschriebene komplette Keulung betroffener Bestände hatte sich auch Premierminister Sébastien Lecornu eingeschaltet und zusätzliche Ressourcen für die Bekämpfung der LSD angekündigt. Offenbar mit Erfolg werden für die Impfungen unter anderem auch Studierende der Veterinärmedizin, Freiwillige sowie Militärtierärzte eingesetzt; für die Verteilung der Logistik waren Logistiker der Streitkräfte und des Zivilschutzes in Aussicht gestellt worden.
Zuletzt hat sich die Ausbreitung der Krankheit nicht mehr beschleunigt. Nach Angaben der Plattform für Tiergesundheit (ESA) wurden seit dem ersten Nachweis in Frankreich bis zum 6. Januar 117 Ausbrüche der LSD registriert. Die jüngsten Funde gab es am 29. und 31. Dezember im Département Ariège. Eine der betroffenen Herden war erst elf Tage zuvor geimpft worden.
Weitaus ruhiger ist die Lage in Spanien und Italien. Laut ESA wurden bei Frankreichs westlichem Nachbarn seit dem 17. Oktober keine weiteren Fälle mehr registriert. In Italien ist die Ausbreitung allem Anschein nach auch zum Erliegen gekommen; der letzte neue Nachweis datiert auf den 27. Oktober.
Schäden in Millionenhöhe
Noch nicht absehbar ist derweil ein Ende des Widerstands aus Teilen des landwirtschaftlichen Berufsstandes. Für die laufende Woche haben mehrere Verbände landesweit zu Protesten aufgerufen, allerdings dürfte dabei mehr und mehr das Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten in den Vordergrund rücken.
In den vergangenen Wochen waren die Proteste im Zusammenhang mit den Keulungen zur Bekämpfung der LSD zunehmend eskaliert, vor allem in der Region an der Grenze zu Spanien. Medienberichten zufolge kam es zu Zusammenstößen mit der Polizei, zahlreiche Verkehrswege wurden blockiert. Nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP gilt in mehreren Landesteilen derzeit noch für wenige Tage ein Verbot von Traktordemonstrationen.
Im Département Pyrénées-Atlantiques wurden durch die Protestaktionen nach ersten Schätzungen der Verwaltung Schäden von mehr als 1 Mio. Euro angerichtet. Darin eingerechnet sind unter anderem die Kosten für die Reinigung und Reparatur von Straßen, fehlende Mauteinnahmen, die Beseitigung von Müll und die Reparatur von Kameras zur Verkehrsüberwachung. Im Rahmen der Proteste wurden der Präfektur zufolge „Hunderte Tonnen“ Müll verbrannt.
Ähnliche Folgen dürften die Proteste in den anderen Gebietskörperschaften haben. In den Départements Tarn und Tarn-et-Garonne erstatteten die Präfekten Anzeige. Medienberichten zufolge waren die Straßenblockaden unter anderem zur Entsorgung von asbesthaltigem Material genutzt worden. Zudem sollen öffentliche und historische Gebäude beschädigt worden sein. AgE
Mehr Biomasse verstromt
Im Jahr 2025 wurde in Deutschland mehr Strom aus Biomasse erzeugt als im Jahr davor. Wie Daten des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) zeigen, belief sich die Stromproduktion aus Biomasse auf rund 41,1 Terawattstunden, nach 37 Terawattstunden im Jahr 2024. Davon wurden etwa 36 Terawattstunden in das öffentliche Stromnetz eingespeist, während 5,1 Terawattstunden im Eigenverbrauch genutzt wurden.
Insgesamt stagnierte im Berichtsjahr der Anteil der erneuerbaren Energien am in das öffentliche Stromnetz eingespeisten Strommix. Er lag, wie bereits 2024, bei 55,9%. Stärkster Nettostromerzeuger blieb die Windkraft, gefolgt von der Photovoltaik. Letztere steigerte ihre Stromproduktion um 21% und überholte damit erstmals die Braunkohle.
Der Anteil der Stromerzeugung aus fossilen Energieträgern blieb 2025 gegenüber dem Vorjahr weitgehend konstant. Rückgänge bei der Braunkohlestromerzeugung wurden durch eine zunehmende Nutzung von Erdgas ausgeglichen. Gleichzeitig sank der Importanteil am deutschen Strommix im Jahresvergleich.
Ausbauziele verfehlt
In Summe produzierten die erneuerbaren Energiequellen Solar, Wind, Wasser, Biomasse und Geothermie laut ISE im Jahr 2025 rund 278 Terawattstunden, wovon 256 Terawattstunden in das öffentliche Stromnetz eingespeist und 22 Terawattstunden von den Produzenten selbst verbraucht wurden. Die Erzeugung aus erneuerbaren Energien stieg gegenüber dem Vorjahr um 6 Terawattstunden. Dennoch verfehlt die erneuerbare Nettostromerzeugung deutlich den für 2025 angestrebten Wert von 346 Terawattstunden.
Trotz eines witterungsbedingten Rückgangs blieb die Windkraft mit 132 Terawattstunden der wichtigste Nettostromerzeuger. Die Produktion lag damit aufgrund einer mageren Windausbeute um 3,2% unter dem Vorjahresniveau. Auf Onshore-Wind entfielen rund 106 Terawattstunden, während Offshore-Anlagen etwa 26,1 Terawattstunden erzeugten. Der Ausbau der Windenergie blieb deutlich hinter den politischen Zielvorgaben zurück: Bis Ende 2025 war eine installierte Leistung von 76,5 Gigawatt vorgesehen, tatsächlich erreicht wurden laut jedoch nur 68,1 Gigawatt. Photovoltaikanlagen erzeugten im Jahr 2025 insgesamt rund 87 Terawattstunden Strom.
Solarverband
Trotz der positiven Erzeugungsentwicklung bei der Photovoltaik warnt der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) vor einer rückläufigen Dynamik beim Ausbau. Eine Verschlechterung der regulatorischen Rahmenbedingungen müsse unbedingt vermieden werden, mahnte der Branchenverband.
Zwar sei die Stromerzeugung aus Solaranlagen deutlich gestiegen, das Ausbautempo habe sich im Jahr 2025 jedoch verlangsamt. Der Hauptgeschäftsführer des Verbandes, Carsten Körnig, appellierte an die Bundesregierung, weitere Marktbarrieren abzubauen. Gleichzeitig dürften die Förderbedingungen „keinesfalls“ wieder verschlechtert werden, mahnte er. AgE
Dänemark schränkt Fixierung ein
Dänemark schafft die Fixierung von Sauen in Abferkelbuchten sukzessive ab. Mit einer am 1. Januar 2026 in Kraft getretenen Verordnung dürfen Sauen nur noch für wenige Tage um den Abferkeltermin herum in Ferkelschutzkörben fixiert werden, während dies bislang während der gesamten Abferkel- und Laktationszeit erlaubt war. Mit der Fixierung soll verhindert werden, dass sich die Sau auf die neugeborenenen Ferkel legt und diese erdrückt. Laut dem dänischen Landwirtschaftsministerium werden jetzt die Regeln verschärft, da die Fixierung das natürliche Verhalten und damit das Wohlergehen der Sau beeinträchtigt.
Künftig sollen dänische Sauen sich in den Abferkelbuchten frei bewegen können. Daher werden auch Anforderungen an die Größe gestellt. Künftig müssen Sau und Ferkel mindestens 6,5 Quadratmeter Bodenfläche zur Verfügung haben. Für die neuen Vorschriften gilt eine Übergangsfrist von 15 Jahren für Bestandsanlagen. Landwirte, die bereits auf Freilandhaltung umgestellt haben, haben sogar 25 Jahre Zeit, um alle Anforderungen zu erfüllen. Die Verschärfung geht auf das Tierschutzabkommen „Gemeinsam für die Tiere“ zurück, das im Februar 2024 beschlossen worden war und für mehr Tierwohl in Dänemark sorgen soll. AgE
Zölle auf EU-Milchprodukte verhängt
China erhebt vorläufige Antidumpingzölle gegen Milchprodukte aus der Europäischen Union. Wie das chinesische Handelsministerium (MOFCOM) mitteilte, wird die Einfuhrabgabe ab Dienstag (23.12.) in Form einer Kaution erhoben und beträgt je nach Unternehmen zwischen 21,9 und 42,7% des Warenwertes.
Die EU-Kommission bezeichnete die Maßnahme als „ungerechtfertigt“. „Die Untersuchung fußt auf fragwürdigen Vorwürfen und unzureichenden Beweisen“, stellte ein Sprecher der Brüsseler Behörde am Montag (22.12.) klar. Die Kommission werde alles dafür tun, europäische Landwirte, Exporteure und die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) gegen unfaire Handelsschutzmaßnahmen zu verteidigen.
China stört sich an EU-Subventionen
Peking hatte das Verfahren im Sommer 2024 eingeleitet und mit vermeintlichem Dumping durch die europäische Konkurrenz begründet. Um den Dumpingvorwurf zu untermauern, legte das Handelsministerium unter anderem eine Liste von Subventionsprogrammen der EU und einzelner Mitgliedstaaten vor, die den Markt zuungunsten chinesischer Erzeuger verzerren sollen.
Die vorläufigen Zölle betreffen laut MOFCOM verschiedene Käse-, Milch- und Sahneprodukte. Neben der Zollankündigung veröffentlichte das Ministerium eine Liste europäischer Unternehmen mit den jeweils geltenden spezifischen Zollsätzen. So wird auf Milchprodukte des Deutschen Milchkontors (DMK) und von Arla Foods beispielsweise eine Zollkaution in Höhe von 28,6% erhoben. Den niedrigsten Satz von 21,9% muss die italienische Firma Sterilgarda Alimenti entrichten. Für die Unternehmen, die nicht ausdrücklich aufgeführt sind, gilt der Höchstsatz von 42,7%.
Finale Entscheidung steht noch aus
Das letzte Wort hat Peking indes noch nicht gesprochen. Nach Angaben der EU-Kommission wird eine endgültige Entscheidung bis zum 21. Februar 2026 erwartet. Vergleichbare Verfahren, etwa gegen europäisches Schweinefleisch und Weinbrand, haben gezeigt, dass die endgültig festgesetzten Zölle in der Regel niedriger ausfallen als die vorläufig erhobenen. Auch eine Rückerstattung der hinterlegten Zollkautionen ist denkbar.
Beobachter werten das Vorgehen Pekings als Vergeltungsmaßnahme gegen europäische Bestrebungen, chinesische Autoimporte stärker zu regulieren. Aber auch ein Schutz der in Teilen noch wenig wettbewerbsfähigen chinesischen Agrarwirtschaft könnte ein Grund für die zunehmende Abschottung sein. AgE
EU in kritischer Abhängigkeit
Die Europäische Union ist bei wichtigen Futtermittelzusatzstoffen von Drittstaaten abhängig. Darauf hat der Europäische Verband der Futtermittelhersteller (FEFAC) Aufmerksam gemacht. Der Verband fordert, die Versorgung mit den Substanzen als „kritisch“ einzustufen und Maßnahmen zu ergreifen, um insbesondere unabhängiger von China zu werden.
Laut einer Analyse des Verbandes besteht bei fast allen in Tierfutter verwendeten Vitaminen und Aminosäuren in Sachen Versorgung ein hohes „geopolitisches Risiko“. Vor allem China habe auf den globalen Märkten eine sehr dominante Position und für einige Stoffe einen faktischen Monopolstatus. Die Möglichkeiten zur Diversifizierung der Bezugsquellen seien damit für Europa stark eingeschränkt, heißt es in dem Bericht.
Um die Abhängigkeit von geopolitisch risikobehafteten Lieferanten zu verringern, fordert der FEFAC Investitionen in Produktionskapazitäten innerhalb der EU, um den Bedarf decken zu können. Genannt werden in diesem Zusammenhang die Vitamine B5, B9, B12, C, H und K3 sowie nahezu alle Aminosäuren, mit Ausnahme von Methionin. Aus Sicht des Dachverbandes muss die Produktion in die EU oder zumindest in gleich gesinnte Länder wie das Vereinigte Königreich oder die Schweiz rückverlagert werden.
Dabei sollten die Maßnahmen, die die Wettbewerbsfähigkeit der EU-Produktion von Vitaminen und Aminosäuren stärken sollen, jedoch vor allem auf eine Senkung der Produktionskosten abzielen und nicht zulasten des EU-Tierhaltungs- und Aquakultursektors gehen, mahnt der Verband. Denn die tierische Produktion sei in der EU bereits jetzt einem unlauteren Wettbewerb durch Lieferanten aus Drittländern ausgesetzt.
China hat bis 100% Marktanteil
Wie in der Analyse ausgeführt wird, sind die globalen Märkte für Vitamine und Aminosäuren stark konzentriert. Weltweit produzieren lediglich zehn Länder Vitamine und elf Länder Aminosäuren. China ist demnach das einzige Land, das alle Vitamine und alle Aminosäuren herstellt, mit Marktanteilen zwischen etwa 25% bei Methionin und bis zu 99% bei Vitamin H beziehungsweise Biotin.
Der EU-Futtermittelsektor importiert laut FEFAC zwischen 35 und 100% seines Vitaminbedarfs sowie mehr als 95% der essenziellen, fermentativ hergestellten Aminosäuren. China ist dabei der wichtigste Lieferant für alle Vitamine und Aminosäuren und in einigen Fällen sogar der einzige Anbieter, etwa bei den Vitaminen B1, B12 und H. Vollständig abhängig ist die EU von Importen bei den Vitaminen C, B9 und K3. Bei den Vitaminen B3, B12 und H liegt die Importabhängigkeit bei über 75%. AgE
Praxis drängt auf Nachbesserungen
Mit harscher Kritik haben der Industrieverband Agrar (IVA) und der Deutsche Bauernverband (DBV) auf den Vorschlag der EU-Kommission zur Vereinfachung von Rechtsvorschriften bei der Lebens- und Futtermittelsicherheit reagiert. Der Schwerpunkt des Omnibuspakets liegt bekanntlich darauf, die Zulassungsverfahren von chemischen und biologischen Pflanzenschutzmitteln sowie Bioziden zu vereinfachen.
Aus Sicht des IVA liefert Brüssel jedoch zu wenig Impulse, um die bestehenden Probleme beim Pflanzenschutz grundlegend zu lösen. Das aber ist aus Sicht des Verbandes dringend notwendig, um biologische und chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel der Landwirtschaft in ausreichendem Maße zur Verfügung zu stellen. Bezüglich des Vorschlags der Brüsseler Behörde zur Änderung der Festlegung von Rückstandshöchstgehalten spricht sich der IVA für die Beibehaltung des risikobasierten Ansatzes aus.
IVA-Hauptgeschäftsführer Frank Gemmer mahnte eine fundamentale Neuausrichtung der Pflanzenschutz-Regulierung an, um eine balancierte und risikobasierte Bewertung zu ermöglichen und Innovationen zu fördern. Sollte sich an der Verfügbarkeit wirksamer Pflanzenschutz-Lösungen nichts ändern, befürchtet er „dramatische Folgen für die Versorgung von Lebensmitteln aus regionalen Produkten“.
Produktimport wird in Kauf genommen
DBV-Generalsekretärin Stefanie Sabet begrüßte die vorgeschlagenen Erleichterungen für die Zulassung von biologischen Pflanzenschutzmitteln. Jedoch würden gleichzeitig bei den hocheffizienten chemisch-synthetischen Mitteln die Regeln weiter verschärft, kritisierte Sabet. Dabei seien die biologischen Produkte auf absehbare Zeit kein gleichwertiger Ersatz. Zudem bestehe in vielen Bereichen bereits jetzt ein erheblicher Mangel an geeigneten Wirkstoffen, betonte die DBV-Generalsekretärin.
Nach ihrer Einschätzung wird damit sehenden Auges in Kauf genommen, dass viele Kulturen zukünftig nicht mehr in Europa angebaut werden können. „Stattdessen werden sie dann aus anderen Erdteilen importiert“, so Sabet. Der DBV rief das EU-Parlament und die Mitgliedstaaten auf, den Entwurf im Sinne der Landwirtschaft und der Versorgungssicherheit zu überarbeiten. AgE
Rinderseuche wird Chefsache
In Frankreich hat der Kampf gegen die Lumpy-Skin-Krankheit (LSD) die höchste politische Ebene erreicht. Wie Premierminister Sebastien Lecornu am Dienstag (16.12.) ankündigte, wird der Staat zusätzliche Ressourcen mobilisieren, um die Impfkampagne zur Eindämmung der Rinderkrankheit auszuweiten und zu beschleunigen. Nach Angaben des Regierungschefs soll der Impfkorridor im Südwesten des Landes auf die Départements Tarn und Hérault ausgedehnt werden. Offiziellen Angaben zufolge müssen damit etwa 750.000 Tiere immunisiert werden.
Allein im Département Ariège sollen rund 1.000 Betriebe betroffen sein; laut Regierung werden die Bestände in dieser Gebietskörperschaft bis zum 31. Dezember vollständig geimpft sein. Um das versprochene Tempo auch zu erreichen, sollen neben Tierärzten im öffentlichen Dienst auch Studierende der Veterinärmedizin, Freiwillige sowie Militärtierärzte eingesetzt werden. Die Verantwortung für die Durchführung der Kampagne wird in die Hand der jeweiligen Präfekten gelegt.
Um die zügige Verteilung der Vakzine zu gewährleisten, werden laut Regierung Logistiker der Streitkräfte und des Zivilschutzes eingesetzt. 500.000 Impfdosen werden nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums derzeit bereits in der betroffenen Region verteilt. Ab dem 18. Dezember rechnet Paris damit, eine weitere Charge mit 400.000 Dosen ausliefern zu können.
Auch Polizei und Gendarmerie werden eingebunden. Sie sollen die Durchsetzung der Biosicherheitsauflagen sicherstellen. In den betroffenen Départements gilt ein Verbot für Rindertransporte. Zuwiderhandlungen werden der Regierung zufolge mit einer Strafe von 750 Euro pro transportiertem Tier und einem Strafverfahren geahndet. In Paris geht man davon aus, das Verstöße gegen das Transportverbot zur anhaltenden Verbreitung der LSD beitragen.
Lecornu kündigte außerdem einen Fonds zur direkten Unterstützung von betroffenen Kleinbetrieben an. Bereitgestellt werden sollen mehr als 10 Mio. Euro; flankierend sollen noch Erleichterungen bei Steuern und Sozialabgaben beschlossen werden. Dem Regierungschef zufolge sollen von Keulungen betroffene Kleinbetriebe außerdem Unterstützung beim Wiederaufbau ihrer Herden erhalten.
Fachverbände skeptisch
Zumindest in den Fachverbänden des französischen Bauernverbandes (FNSEA) lösten die Ankündigungen des Regierungschefs keine Begeisterungsstürme aus. Zwar unterstützt der Verband die Linie der Regierung im Kampf gegen die LSD, die Pariser Bemühungen scheinen dem FNSEA aber trotzdem nicht auszureichen. Die Rindfleischerzeuger fordern, deutlich größere Mengen an Impfstoff vorzuhalten. Sie halten mehrere Millionen Dosen für unabdingbar. Aus Sicht der Milchviehhalter bestehen derweil Zweifel daran, ob es sich bei dem jüngst angekündigten Unterstützungsfonds um zusätzliches Geld handelt. Sie halten ers für möglich, dass bereits im September angekündigte Mittel gemeint sein könnten. Einig sind sich beide Sektoren allerdings darin, dass die derzeit angesetzten Entschädigungen zu gering ausfallen.
Druck auf Tierärzte
Die vorgeschriebene Keulung von der LSD betroffener Herden trifft im landwirtschaftlichen Berufsstand seit längerem auf wachsenden Widerstand. Am Dienstag (16.12.) waren im Südwesten des Landes den siebten Tag in Folge wichtige Verkehrswege blockiert worden. An den Aktionen beteiligten sich offiziellen Angaben zufolge mehr als 3.000 Personen. Ein Ende der Proteste scheint vorerst nicht in Sicht.
Mittlerweile befasst sich auch die Justiz mit dem Thema. Medienberichten zufolge hat die Staatsanwaltschaft von Bergerac Ermittlungen eingeleitet, nachdem der Präsident eines regionalen Veterinärverbandes im Zusammenhang mit den Keulungen Morddrohungen erhalten hat. Der Präsident der nationalen Tierärztevereinigung, Jacques Guérin, berichtete gegenüber Medienvertretern von „inakzeptablem Druck“ und Telefonterror. Nach seinen Angaben wird unter anderem in den sozialen Medien dazu aufgerufen, Kliniken niederzubrennen. AgE
Emissionen stark unterschätzt
Die Treibhausgasemissionen aus trockengelegten Mooren in Europa sind offenbar deutlich höher als bislang angenommen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie von Wissenschaftlern verschiedener europäischer Forschungseinrichtungen. Demnach stoßen entwässerte Moore in der EU jährlich rund 232 Megatonnen CO2-Äquivalente aus. Das ist etwa zweimal so viel wie die Mitgliedstaaten bislang im Rahmen des UN-Klimarahmenübereinkommens (UNFCCC) gemeldet haben. Die Abweichung zwischen den tatsächlichen und den bislang geschätzten Emissionen ist erheblich: Nach Angaben der Forschenden entspricht sie in etwa den jährlichen Emissionen des gesamten europäischen Flugverkehrs. Wichtigster Grund für die große Diskrepanz zwischen den wissenschaftlichen Berechnungen und den offiziellen Emissionsinventaren ist laut Studie eine unvollständige Erfassung der Flächen. Als Weiden oder Wälder genutzte Moore würden häufig nicht als solche ausgewiesen. Hinzu komme, dass einige der nationalen Inventare mit unvollständigen Emissionsfaktoren arbeiteten. Neue Karte zeigt Klimaschutz-Hotspots Die an der Studie beteiligten Forscher haben erstmals eine hochauflösende Karte der Treibhausgasemissionen entwässerter Moore in der EU erstellt. Grundlage dafür waren umfangreiche Boden- und Landnutzungsdaten sowie Treibhausgasmodellierungen. Die Karte zeigt, in welchen Regionen der EU die Emissionen aus entwässerten Mooren besonders stark konzentriert sind und wo Wiedervernässungsmaßnahmen das größte Klimaschutzpotenzial entfalten könnten. Das gilt etwa für Irland, die Nordsee-Region, Ostdeutschland, Ostpolen und das Baltikum. Helfen soll die Karten zum Beispiel dabei, politische Instrumente wie die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP), das Naturwiederherstellungsgesetz (NRL) oder Carbon-Farming-Programme effektiver zu machen, da sie gezielter auf diese Regionen ausgerichtet werden könnten. Deutschland nicht betroffen Wie Prof. Franziska Tanneberger, eine der Autorinnen und Leiterin des Greifswald Moor Centrums, gegenüber AGRA Europe erklärte, verdeutlicht die Studie, dass viele Länder in Europa ihre nationale Treibhausgasberichterstattung in Bezug auf Moore dringend verbessern müssten. „Unsere Daten zeigen sehr deutlich, dass wesentlich bessere Informationen über die Verbreitung von Mooren verfügbar sind, als sie in vielen nationalen Inventaren genutzt werden“, erklärte Tanneberger. Deutschland sei aber nicht betroffen. „Wir haben eine hervorragende Moor-Berichterstattung“, so die Wissenschaftlerin. AgE

News über WhatsApp

Erhalten Sie jetzt alle Neuigkeiten (Angebote, Buir-Bliesheimer News und aktuelle landwirtschaftliche Infos) direkt auf Ihr Smartphone.

Einfach den folgenden Button anklicken und unseren WhatsApp-Service nutzen

Wir sind BB

Kundenberater Betriebsberatung Rheinland

Oliver Kerber

Geschäftsstellenleiter
Eschweiler

Hubert Feucht

Geschäftsstellenleiter Geilenkirchen und Linnich

Heinz-Josef Klein

Kundenbetreuer
Dürscheven

Hendrik Langenbrink

Verkauf und Disposition
Dürscheven

Yannick Strotkötter

Auszubildende
Nörvenich

Lea Voets

duale Studentin
Derkum

Isabel Klapczynski

    Kundenberater Betriebsberatung Rheinland

    Oliver Kerber

    Geschäftsstellenleiter
    Eschweiler

    Hubert Feucht

    Geschäftsstellenleiter Geilenkirchen und Linnich

    Heinz-Josef Klein

    Kundenbetreuer
    Dürscheven

    Hendrik Langenbrink

    Verkauf und Disposition
    Dürscheven

    Yannick Strotkötter

    Auszubildende
    Nörvenich

    Lea Voets

    duale Studentin
    Derkum

    Isabel Klapczynski