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Marktbericht

Aktuelle News

Land- und Forstwirtschaft vor erheblichen Anpassungen

Der Agrarsektor wird bei der von der Europäischen Kommission bis 2050 angestrebten Klimaneutralität des Kontinents eine wichtige Rolle spielen. "Der Green Deal wird die Land- und Forstwirtschaft ebenso wie die ländlichen Räume vor besondere Herausforderungen stellen", sagte der Direktor in der Brüsseler Generaldirektion Klimaschutz, Dr. Artur Runge-Metzger, beim Fachforum "Klimaneutralität bis 2050 - Und wir auf dem Land?" auf der Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin.
Der Kommissionsbeamte sieht die Land- und Forstwirtschaft vor erheblichen Anpassungen an den Klimawandel. Stichworte seien eine Erhöhung der Bodenfruchtbarkeit, die Agroforstwirtschaft, angepasste Sorten sowie effiziente Wassernutzung. Für die geforderte Minderung der Treibhausgasemissionen sei die Züchtung ebenso gefragt wie der Präzisionsackerbau, die Biogaserzeugung sowie ein Wandel der Konsumgewohnheiten. Schließlich setze die Kommission auf eine Förderung der Bioökonomie sowie eine Stärkung der Kohlenstoffsenken. Dafür rückten sowohl die Aufforstung ins Blickfeld als auch eine Verbesserung der Forstbestände sowie ein angepasstes Management der Feuchtgebiete und Moore.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium geht nach Angaben von Referatsleiter Dr. Wolfgang Löhe davon aus, dass die Erwartungen an eine stärkere Umweltorientierung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2020 weiter steigen werden. Grundsätzlich biete der „Werkzeugkasten“ GAP viele Ansatzpunkte für eine Klimaschutzförderung in der Landwirtschaft und den ländlichen Räumen, stellte der Ministerialbeamte fest. Hier gelte es, besonders wirksame Bereiche zu identifizieren und zu nutzen.

"Die Klimaziele lassen sich am besten über ein effizientes Wirtschaften erreichen", erklärte der Umweltbeauftragte des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Eberhard Hartelt. Dazu könne auch ein "Carbon-Farming" als gezielter und nachhaltiger Aufbau von Kohlenstoff im Boden beitragen. Voraussetzung dafür sei seine Wirtschaftlichkeit. AgE

Palmöl in Futtermitteln immer nachhaltiger

Die Futtermittelwirtschaft hat nach Angaben des Deutschen Verbandes Tiernahrung (DVT) in den vergangenen Jahren Fortschritte bei der Umstellung auf nachhaltig zertifiziertes Palmöl gemacht und kommt damit ihrer Verantwortung durchaus nach. Mit dieser Klarstellung reagierte der Verband heute auf anderslautende Vorwürfe des World Wide Fund for Nature (WWF) Deutschland. Dem DVT zufolge ist Palmöl entgegen den Behauptungen der Umweltschützer ein in einigen Futterrationen kleiner, aber wichtiger Bestandteil, der insgesamt nur 0,2 % der gesamten in Deutschland eingesetzten Futtermittelmenge ausmache. Wo immer Palmöl ersetzt werden könne und andere Lösungen bereitstünden, hätten die Unternehmen bereits entsprechend reagiert.

Der Anteil von nachhaltigem Palmöl im Futter wurde dem Verband zufolge stetig erhöht und wird mit Sicherheit auch weiter steigen. Darüber hinaus seien inzwischen Futtermittel auch ohne Palmöl im Angebot. Zudem hätten sich viele Unternehmen zum Kauf nachhaltig zertifizierter Ware verpflichtet, ohne dies ausdrücklich zu deklarieren. DVT-Geschäftsführer Dr. Hermann-Josef Baaken betonte, dass die Nachhaltigkeit für die Hersteller von Tiernahrung eine Grundbedingung ihres Handelns sei.

Der WWF in Berlin wirft der deutschen Futtermittelindustrie mit Verweis auf eigene Studienergebnisse vor, die Gruppe der „verdeckten Palmölnutzer“ anzuführen. Weder die Deutsche Tiernahrung Cremer GmbH & Co. KG noch die Agravis AG zeigten ein Interesse daran, Missstände in ihrer Lieferkette wie Regenwaldzerstörung, Zwangsarbeit oder massenhaften Pestizideinsatz anzugehen.

Laut dem WWF ist kaum bekannt, dass 13 % des importierten Palmöls an Geflügel, Schweine und Rinder verfüttert werde. Das mache es Futtermittelherstellern, den Fleisch- und Milchproduzenten sowie dem Handel leicht, "sich aus der Verantwortung zu schleichen". Die Umweltschutzorganisation forderte, Nutztiere bevorzugt vor allem mit heimischen und europäischen Eiweißfuttermitteln wie Lupinen und Ackerbohnen zu füttern. Wo weiter Soja oder Palmöl im Trog lande, müsse dieses wenigstens ökologische und soziale Mindestkriterien erfüllen. AgE

Ostdeutsche Agrarpolitiker rücken zusammen

Ihre gemeinsamen agrarstrukturellen und agrarpolitischen Interessen haben die Ost-Agrarministerinnen und -minister sowie die Präsidenten der ostdeutschen Landesbauernverbände herausgestellt. "Wir wollen keinen Konflikt zwischen kleinen und großen Betrieben konstruieren", erklärte Mecklenburg-Vorpommerns Ressortchef Dr. Till Backhaus nach einem gemeinsamen Treffen gestern in Berlin. Man sei der Auffassung, "jeder Hektar muss bei der Förderung gleich viel wert sein". Entscheidend sei die Leistung, die ein Landwirtschaftsbetrieb für die Umwelt und die Gesellschaft erbringe, so der Minister zur Diskussion um Kappung und Degression der Direktzahlungen sowie besondere Zahlungen für kleine Betriebe.

Unisono sprachen sich die Minister und Bauernpräsidenten gegen eine Kürzung des EU-Agrarbudgets aus. Um die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) nach 2020 an den aktuellen gesellschaftlichen Anforderungen auszurichten, brauche es rechtliche, finanzielle und planerische Sicherheit auf allen Seiten, hieß es nach der Unterredung, an der erstmals die neu in das Amt gekommenen grünen Minister Axel Vogel aus Brandenburg und Wolfram Günther aus Sachsen teilnahmen.

"Es ist wichtig, dass die EU nun endlich den Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) festlegt und dabei im Hinterkopf behält, worauf es in Europa und der Welt ankommt", mahnte Backhaus, auf dessen Initiative das Gespräch stattgefunden hatte. Für ihn zählen dazu Investitionen in den Umwelt- und Klimaschutz, den Ressourcenschutz, den Tierschutz und das Tierwohl sowie in die Entwicklung der ländlichen Räume.

Vom Bund erwarten die Minister und Bauernpräsidenten aus den neuen Bundesländern einen finanziellen Ausgleich, sollte die EU nicht ausreichend Geld über die einzelnen Brüsseler Fonds zur Verfügung stellen. Mit Blick auf den angekündigten "New Green Deal" sowie "das dicke Plus" im Bundeshauhalt müsse sichergestellt werden, dass die Landwirtschaft und die ländlichen Räume im Falle von Finanzhilfen ausreichend berücksichtigt würden. Das Geld müsse den Unternehmen und Kommunen zugutekommen, die sich für Umwelt und Gesellschaft engagierten. AgE

Restriktive Regulierung würgt Anbau wichtiger Feldfrüchte ab

Ein Verbändebündnis hat vor einer zunehmenden Importabhängigkeit bei wichtigen Ackerfrüchten, vor engeren Fruchtfolgen und der Abwanderung der Agrarproduktion gewarnt, sollte die restriktive Regulierung von Pflanzenschutzmitteln in Deutschland und Europa anhalten. Wie der Industrieverband Agrar (IVA), die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) und die Union der Deutschen Kartoffelwirtschaft (UNIKA) heute in Berlin feststellten, konterkariert diese Politik die Nachhaltigkeitsziele der Bundesregierung im Ackerbau und beschneidet die pflanzenbaulichen Möglichkeiten der hiesigen Landwirte.

"Niemand kann ernsthaft wollen, dass die Kartoffeln auf unseren Wochenmärkten aus Nordafrika oder Übersee kommen und dass wir Rapssaat und -öl aus der Ukraine importieren", erklärte IVA-Präsident Manfred Hudetz. Er gibt zu bedenken, dass Regionalität nicht "von selbst" passiere. Vielmehr müsse man dafür sorgen, dass der Anbau wichtiger Kulturen für heimische Landwirte attraktiv bleibe. "Deutsche Sonderregeln" und lange Verzögerungen bei der Wirkstoffzulassung stünden dem jedoch entgegen. Hudetz fordert deshalb, dass Pflanzenschutz als "Teil der Lösung" Thema beim Agrargipfel der Bundesregierung ist.

Nach Darstellung des stellvertretenden UFOP-Vorsitzenden Dietmar Brauer sind bodenbürtige Rapsschädlinge seit dem Verbot neonikotinoider Beizen im Jahr 2013 nicht mehr effektiv bekämpfbar, da es an alternativen Beizmitteln fehle. Zudem fördere eine zunehmende Einschränkung von Wirkstoffen in der herkömmlichen Pflanzenspritzung Resistenzen bei anderen Schädlingen. In Reaktion darauf verlagerten immer mehr Züchter die Rapssaatgutaufbereitung ins Ausland. Dies sorge für teure Reimporte und stillstehende Beizanlagen in Deutschland, beklagte Brauer. Diese Entwicklung ist ihm zufolge aufgrund einer immer engeren Wirkstoffauswahl auch in anderen Bereichen zu erkennen.

Laut Brauer ruft die UFOP deshalb die deutschen Zulassungsbehörden auf, im Rahmen des Pflanzenschutzrechts der deutschen Landwirtschaft unter Einhaltung geltender Zulassungsfristen "wirksame Pflanzenschutzlösungen" zur Verfügung zu stellen. Dabei dürfe es keinen deutschen Sonderweg in der nationalen Bewertung geben, der die Wettbewerbsfähigkeit des hiesigen Anbaus in Frage stelle, mahnte Brauer.

Vor ähnlichen Problemen stehen nach Angaben des Vizepräsidenten vom Niedersächsischen Landvolk, Dr. Holger Hennies, auch die deutschen Kartoffelvermehrer. Auch hier sei nach dem Wegfall bewährter Wirkstoffe keine ausreichende Mittelpalette mehr zur erfolgreichen Blattlausbekämpfung und für ein effektives Resistenzmanagement vorhanden. Damit stehe der Übertragung von Viruskrankheiten kein ernsthaftes Hindernis mehr im Weg, warnte Hennies. Da so immer mehr kranke Pflanzkartoffeln nicht zertifiziert werden könnten, werde die regionale Wertschöpfungskette bei Kartoffeln bereits zu Beginn geschwächt. Am Ende kämen immer weniger heimische Kartoffeln auf den Markt und müssten durch Importe ersetzt werden, gab Hennies zu bedenken. Auch er drängt deshalb auf tragfähige Lösungen in der Pflanzenschutzzulassung. AgE

Geflügelpest breitet sich in Osteuropa aus

Aus immer mehr osteuropäischen Staaten werden Ausbrüche der hochpathogenen Geflügelpest in Nutztierbeständen gemeldet. Nachdem die aviäre Influenza des Subtyps H5N8 Anfang Januar in mehreren Geflügelbetrieben Ostpolens festgestellt wurde, ist das Auftreten der hochansteckenden Geflügelgrippe des gleichen Subtyps nun auch in Rumänien, Ungarn, und der Slowakei offiziell bestätigt worden. Wie die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) gestern mitteilte, lag der jüngste Infektionsherd im nordrumänischen Dorf Seini, unweit der Grenzen zur Ukraine und Ungarns. Dort verendeten auf einer Geflügelfarm mit 18 700 Tieren 11 200 Legehennen an der Tierseuche; die anderen mussten gekeult werden.

Anfang dieser Woche bestätigte die OIE einem Geflügelpestausbruch auf einer großen Geflügelfarm im ungarischen Ort Acs, rund 100 km nordwestlich von Budapest. Dort mussten 53 500 Puten getötet werden. Das zuständige Veterinäramt hat daraufhin laut Presseberichten neben der Einrichtung von obligatorischen Sperrzonen auch eine landesweite Stallpflicht verhängt. Zuvor war das Virus vom Typ H5N8 bereits in einer Kleinsthaltung von Hühnern im slowakischen Ort Nitra, rund 100 km östlich von Bratislava beziehungsweise der Grenze zu Österreich, festgestellt worden. Zuletzt waren diese osteuropäischen Länder im Frühjahr 2017 von einem Seuchenzug der hochpathogenen Geflügelpest betroffen. AgE

Rekordumsatz im vergangenen Jahr

Das deutsche Agribusiness hat sich im Jahr 2019 trotz eines zunehmenden Drucks gut behauptet und sogar neue Rekordumsätze erwirtschaftet. Das zeigen die Ergebnisse einer aktuellen Studie der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY und des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre des Agribusiness der Universität Göttingen. Die Studie basiert auf Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis), des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA), des ifo Instituts - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München sowie eigenen Berechnungen. Dank der guten Entwicklung wichtiger Teilbranchen hat das Agribusiness laut EY insgesamt einen Rekordumsatz erwirtschaftet. Geschätzt erreichte dieser 2019 den Höchstwert von 232,8 Mrd Euro.

Wie die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft heute in Stuttgart weiter berichtete, konnte dabei die Ernährungsindustrie als größte Teilbranche ihren Gesamtumsatz gegenüber 2018 um geschätzte 3 % auf den neuen Rekordwert von rund 185 Mrd Euro steigern. Eine neue Bestmarke hätten auch die Molkereibetriebe erreicht: Ihr Umsatz sei 2019 bei stabilen Milchrohstoffpreisen um schätzungsweise 3,5 % auf 29,1 Mrd Euro gestiegen. Und auch die Fleischwirtschaft konnte laut EY dank hoher Schweinefleischpreise einen neuen Rekord setzen, denn ihr Gesamtumsatz legte um 5,7 % auf 44,9 Mrd Euro zu.

Die Landtechnikindustrie dürfte dagegen nach einem Rekordhoch im Jahr 2018 dieses Niveau nicht ganz erreicht haben. Schon im ersten Halbjahr 2019 sei die Zahl der Auftragseingänge deutlich zurückgegangen, und zwar weltweit um 10 % und auf dem deutschen Markt sogar um 14 %, berichtete die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft unter Berufung auf den VDMA. Für 2019 insgesamt habe der VDMA mit einem Umsatzrückgang um etwa 3 % auf 8,4 Mrd Euro gerechnet, was aber immer noch dem zweithöchsten Wert entspreche.

Das Agribusiness machte 2019 - bezogen auf den Umsatz - nach Angaben der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft rund 12 % am gesamten verarbeitenden Gewerbe in Deutschland aus und blieb nach dem Fahrzeug- und dem Maschinenbau die drittgrößte Branche innerhalb dieses Sektors. Bedeutende Teilbranchen des deutschen Agribusiness sind der EY zufolge die Lebens- und Futtermittelindustrie, die Getränkeindustrie, die Landtechnikindustrie, die Saatzuchtindustrie, die Hersteller von Pflanzenschutz- und Düngemitteln sowie der Landhandel. AgE

Geflügelwirtschaft will Ausstieg bis Ende 2021

Die deutsche Geflügelwirtschaft will bis Ende 2021 aus dem Töten männlicher Küken aussteigen. Voraussetzung dafür sei, dass sich alle Partner entlang der Erzeugungskette und die Politik zu einem gemeinsamen Weg bekennen würden, erklärte ZDG-Präsident Friedrich-Otto Ripke heute in Berlin.
Ripke kündigte den Aufbau einer gemeinsamen Branchenplattform der deutschen Geflügelwirtschaft mit ihren Partnern aus dem Lebensmitteleinzelhandel und den an der Forschung und Entwicklung beteiligten Unternehmen an, um kükentötenfreie Lieferketten anbieten zu können. Für die Beendigung des Kükentötens müssten die zur Verfügung stehenden Alternativen genutzt werden, die Geschlechtserkennung im Ei, die Aufzucht männlicher Tiere und die Nutzung von Zweinutzungsrassen.

Einem nationalen Gesetz für ein Verbot des Kükentötens in Deutschland erteilte der ZDG-Präsident indes eine Absage, weil damit das Problem lediglich ins Ausland verlagert würde. Erforderlich sei stattdessen eine verbindliche europaweite Regelung. "Wir wollen einen echten Ausstieg so schnell wie möglich", betonte Ripke.

Der ZDG-Präsident appellierte an Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, den Lösungswillen der Wirtschaft im Schulterschluss mit dem Lebensmitteleinzelhandel und den an der praktischen Umsetzung beteiligten Unternehmen anzuerkennen. Dabei müsse jedoch allen klar sein, "es wird eine erhebliche Kraftanstrengung bedeuten". AgE

Stegemann bekräftigt Umsetzung der geforderten Änderungen

Einen fairen Umgang mit den Landwirten, die anlässlich der bevorstehenden Grünen Woche erneut in Berlin protestieren wollen, hat der agrarpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Albert Stegemann, angemahnt. "Die demokratischen Parteien sind aufgerufen, den Demonstranten nicht das Blaue vom Himmel zu versprechen, sondern ein realistisches Bild aufzuzeigen", erklärte der CDU-Politiker.

Ausdrücklich warnte Stegemann vor falschen Erwartungen an die geplante Änderung der Düngeverordnung. "Wir werden ein Urteil des obersten Europäischen Gerichts nicht umkehren oder aussetzen können", bekräftigte der Unionsabgeordnete. Unabhängig davon sollte seiner Auffassung nach das Bundesumweltministerium gemeinsam mit den Bundesländern aber ergebnisoffen prüfen, ob das Nitratmessstellennetz und die entsprechenden Messmethoden in der jetzigen Form ausreichen und wie die Messungen in anderen EU-Mitgliedstaaten gehandhabt werden. Gleichzeitig sei die Politik gefordert, den Instrumentenkasten der Landwirte zu erweitern, "zum Beispiel indem wir innovative Pflanzenschutzmittel endlich schneller zulassen oder ernsthaft darüber nachdenken, wie wir neue Züchtungsmethoden erlauben könnten."

Für die angekündigten Proteste zeigt Stegemann Verständnis: "Es ist nur konsequent und richtig, dass Landwirtinnen und Landwirte die Chance ergreifen und beabsichtigen im zeitlichen Umfeld zur Internationalen Grünen Woche zu demonstrieren, um so auf ihre Belange aufmerksam zu machen." Ansonsten, so der Abgeordnete, würden nur die bunten Bilder der Wir-haben-es-satt-Kundgebung gezeigt, "die insbesondere von Nichtregierungsorganisationen getragen und ausgerichtet wird und die letztlich von der Skandalisierung der Themen leben." AgE

Bauernverband setzt auf starke Erste Säule und Eco-Schemes

Der Deutsche Bauernverband (DBV) setzt bei der Weiterentwicklung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) auf Verlässlichkeit. Laut einem heute von DBV-Präsident Joachim Rukwied vorgestellten Eckpunktepapier für einen künftigen GAP-Strategieplan für Deutschland pocht der Verband auf ein stabiles Agrarbudget mit einer starken Ersten Säule bis zum Ende der Förderperiode bis 2027.

Die Direktzahlungen in der Ersten Säule müssten auch in Zukunft mindestens 60 % des Gesamthaushalts ausmachen; das sei angesichts ihrer einkommensstabilisierenden Funktion und der wachsenden Anforderungen an den Sektor eine Kernforderung des Berufsstands, betonte Rukwied. Auch die Degression und eine Kappung lehne der Bauernverband vor diesem Hintergrund strikt ab.

Die vorgeschlagene deutliche Ausweitung von Auflagen durch eine "erweiterte Konditionalität" bei gleichzeitiger Kürzung des EU-Agrarbudgets sei der falsche Weg, heißt es weiter in dem Papier. Der DBV fordert zudem eine Begrenzung der Konditionalität auf "fachlich sinnvolle Maßnahmen" sowie eine Streichung von Kriterien, "die in keinem wirklichen Zusammenhang mit den GAP-Maßnahmen der Ersten und Zweiten Säule stehen".

Positiv steht der DBV der Einführung von Eco-Schemes im aktuell diskutierten Umfang von 20 % Budgetanteil in der Ersten Säule gegenüber. Der Verband drängt hier aus Wettbewerbsgründen jedoch auf einen EU-weit einheitlichen Prozentsatz. Zudem müsse bei den Eco-Schemes eine möglichst einfache und praxisnahe Umsetzung das Ziel sein. Kontrollen sollten nicht vor Ort, sondern besser per Fernüberwachung erfolgen.

Der Bauernverband schlägt für die Eco-Schemes eine "Betriebspauschale" vor, bei der sich aus einer Flächenpauschale und der förderfähigen Fläche der Höchstbetrag für die Eco-Scheme-Zahlung des Unternehmens ergibt. Dazu soll der Landwirt aus einem Leistungskatalog die für seinen Betrieb geeigneten Maßnahmen auswählen können. Hierzu zählt der DBV unter anderem die bekannten Maßnahmen aus dem Katalog der Ökologischen Vorrangflächen, aber beispielsweise auch Maßnahmen im Grünland wie mehrjährige Altgrasstreifen.

Die Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen in der Zweiten Säule müssen nach Auffassung des Bauernverbandes weiterentwickelt und um einen finanziellen Anreiz ergänzt werden. Biodiversität sollte ihm zufolge vor allem über die in den Ländern bewährten Agrarumweltprogramme gefördert und durch eine betriebliche Beratung unterstützt werden. Dies könnte nach Auffassung des DBV durch Landwirte-Kooperativen für Agrar-Biodiversität wirkungsvoll ergänzt werden.

Rukwied bezeichnete das Eckpunktepapier des DBV als Basis zur Weiterentwicklung der Gemeinsamen Agrarpolitik. Mit der nun vorgestellten "Diskussionsgrundlage" würden Brüche vermieden. Zugleich seien damit die Voraussetzungen für eine "grünere GAP" gegeben. AgE

Rukwied mahnt zu Kampf gegen "Flächenfraß"

Handlungsbedarf beim Insektenschutz hat der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, eingeräumt. Rukwied betonte jedoch, dass dabei die Landwirte nicht allein in der Verantwortung stünden. Der DBV-Präsident reagierte damit auf den heute vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sowie der Böll-Stiftung vorgelegten Insektenatlas 2020. Es greife zu kurz, beim Insektenschutz nur auf Pflanzenschutz und Agrarpolitik abzustellen, mahnte Rukwied. Schlüsselfaktor für den Bestandsrückgang sei auch nach Aussage des Insektenatlas der Verlust von Lebensräumen.
"Maßnahmen müssen daher auch bei Landschaftsstrukturen, bei der Erhaltung von Habitaten und damit auch beim Flächenverlust ansetzen", forderte der DBV-Präsident. Ihm zufolge ist allerdings der Flächenfraß "entgegen aller politischen Bekundungen" aktuell wieder auf fast 80 Hektar pro Tag gestiegen. "Schaffen wir hier keine Trendumkehr, werden wir bei der Erhaltung der Artenvielfalt wenig Erfolg haben", warnte Rukwied. Insekten als Bestäuber und Nützlinge seien essentiell für die Landwirtschaft. Der Schutz der Kulturpflanzen vor Schädlingen dürfe aber nicht unberücksichtigt bleiben, betonte der DBV-Präsident.

Nach seiner Darstellung haben die deutschen Bauern mit Blühstreifen, Landschaftselementen, Saumstrukturen oder Honigbrachen bereits geeignete Maßnahmen entwickelt und wollen diese weiter in die Fläche bringen. Dafür müsse jedoch der Schutz von Insekten und Biodiversität für die Betriebe attraktiver Teil der Fruchtfolge werden. "Mit Naturschutz müssen Betriebe auch Einkommen erwirtschaften können", verdeutlichte Rukwied. Der DBV wolle diese erfolgreichen Maßnahmen über die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) umsetzen, und zwar über EcoSchemes und Agrarumweltprogramme.

Der BUND und die Böll-Stiftung wiesen darauf hin, dass bei etwa der Hälfte der in Deutschland heimischen Wildbienenarten ein Populationsrückgang zu verzeichnen sei. Auch global sei der Insektenschwund dramatisch. Die Stiftungsvorsitzende Barbara Unmüßig machte dafür in erster Linie die "industrielle Landwirtschaft" mit Monokulturen und Massentierhaltung verantwortlich. Sie und der BUND-Vorsitzende Olaf Bandt riefen die Politik deshalb auf, künftig vorrangig die Agrarbetriebe dabei zu unterstützen, weniger chemischen Pflanzenschutz und Dünger einzusetzen und mehr Lebensraum für Insekten zu schaffen. Bandt hält zudem eine Reduzierung des Fleischkonsums für unerlässlich. Dadurch soll der Bedarf für Futtermittel - beispielsweise an Soja aus südamerikanischen Monokulturen, spürbar sinken. AgE
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