• 2016 responsiv geraete

    Unsere Website in neuem Design


    Informationen über Leistungen, Angebote und Arbeit der Buir Bliesheimer – umfangreich, aktuell und jetzt auch im mobilen Design. Gerne stehen wir Ihnen für Ihre Fragen und Wünsche auch persönlich zur Verfügung. Unter Standorte und Ansprechpartner finden Sie die passenden Kontaktdaten.
    Ihre Buir Bliesheimer – eine moderne Agrargenossenschaft 

Meine BB

Im Kundenportal Mein BB können Sie Ihre persönlichen Kundendaten verwalten und Einlagerungslisten einsehen

direkt zu MEINE BB

 

Marktbericht

Aktuelle News

Milchkuhhalter würden weniger Reserveantibiotika gegen Mastitis einsetzen

Die Milchkuhhalter in Deutschland würden auf Reserverantibiotika bei klinischer Mastitis verzichten, wenn sie dazu entsprechende Alternativen hätten. Das geht aus den heute veröffentlichten Ergebnissen einer allerdings nicht repräsentativen Befragung der Firma AgriDirect im Auftrag von Boehringer Ingelheim hervor.

Demnach antworteten 60 % der befragten 1 000 Milchviehalter mit „ja, sicher“ oder „ja, vielleicht“, dass sie die Mastitisbehandlung ihrer Kühe mit Eutertuben von zwei Mal täglich auf einmal täglich reduzieren würden, wenn sie diese bei gleicher Wirksamkeit ohne Reserveantibiotikum behandeln könnten. Für Boehringer Ingelheim zeigt die Umfrage, wie konstruktiv die Landwirte ihre Verantwortung für eine nachhaltige Gesundheit ihrer Herden bei entsprechender Aufklärung gestalten wollen. Der vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Tierärzten und Landwirten komme damit eine bedeutende Rolle zu, betonte der Arzneimittelhersteller.

Das Unternehmen berichtete, dass bei der Behandlung von klinischer Mastitis bei Milchkühen antibiotische Euterinjektoren eine wichtige Rolle spielten. Zu einem „relevanten Anteil“ kämen hier Reserveantibiotika zum Einsatz. Diese Wirkstoffe sollten aber nicht „als Mittel der ersten Wahl“ eingesetzt werden. AgE

ADG-Seminar: Moderne Rhetorik - Präsentieren, Moderieren, Überzeugen

Diese Veranstaltung richtet sich an:
Fach- und Führungskräfte

Steigern Sie Ihre Überzeugungskraft!

Die Publikumswirkung eines Redners hängt zu 55 Prozent von seiner Körpersprache und zu 38 Prozent von seiner Stimme ab – das gesprochene Wort bewirkt nur sieben Prozent. Selbst die besten Inhalte haben demnach nur dann eine Chance wahrgenommen zu werden, wenn der Redner überzeugend auftritt.

Sprechen, reden, vortragen – kompetent und überzeugend – sind Schlüsselqualifikationen. Doch selbst gestandene Unternehmer und Manager tun sich in der Praxis manchmal schwer, ihr Anliegen vor Publikum deutlich zu machen. Sie lesen vom Blatt ab und sprechen damit im Schreibstil. Das Ergebnis: Man hört nicht zu und folgt ihren Gedanken nicht.

Erweitern Sie in diesem Seminar Ihre rhetorischen Fähigkeiten, um auch in schwierigen und persönlich unangenehmen Situationen des beruflichen Alltags immer kompetent und selbstsicher aufzutreten. Ziel dieser Veranstaltung ist es, Ihre Kommunikationstechnik zu optimieren.

Hier ehalten Sie mehr Informationen zum Seminar

EU-Kommission rückt vom Pflanzenschutzmitteltotalverbot auf Vorrangflächen ab

Die Europäische Kommission ist von ihrer Absicht, den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln auf ökologischen Vorrangflächen (LVF) gänzlich zu verbieten, abgerückt. Geplant sind aber Anwendungsbeschränkungen. Wie aus dem Verordnungsentwurf zum Greening hervorgeht, den die Brüsseler Behörde gestern vorlegte, soll das Ausbringen von Pflanzenschutzmitteln auf ÖVF für Leguminosen und Untersaaten ab dem Zeitpunkt der Ernte der Hauptfrucht für mindestens acht Wochen oder bis zur Aussaat der nächsten Hauptfrucht untersagt werden. Für Brachflächen ist ein Verbot für mindestens sechs Monate vorgesehen. Die Details dazu sollen von den Mitgliedstaaten geregelt werden.

Des Weiteren enthält der Kommissionsbeschluss eine Reihe von Vereinfachungen, wie etwa die Erlaubnis, Saatmischungen von stickstoffbindenden Pflanzen einsetzen zu dürfen. Die neuen Greening-Vorgaben sollen ab dem 1. Januar 2018 greifen. Gegen den delegierten Rechtsakt der Kommission können das Europaparlament sowie auch der Ministerrat innerhalb der nächsten zwei Monate ihr Veto einlegen.

Auf Zustimmung trafen die geplanten Einschränkungen beim Europaabgeordneten Martin Häusling. Der Einfluss auf die Eiweißproduktion sei gering, da der Anteil des Anbaus auf ÖVF vergleichsweise niedrig sei, erklärte der Grünen-Politiker gegenüber AGRA-EUROPE. Dagegen kritisierte der CDU-Europaabgeordnete Dr. Peter Jahr die vorgesehenen Auflagen. Er beklagte, dass dadurch der heimische Eiweißanbau entscheidend geschwächt würde. Alle übrigen Maßnahmen begrüßte Jahr jedoch ausdrücklich.

Vor einer Schwächung der heimischen Eiweißproduktion und daraus resultierend einer größeren Abhängigkeit von Sojaimporten aus Drittländern hatten zuvor auch der Deutsche Bauernverband (DBV) sowie die EU-Ausschüsse der Bauernverbände (COPA) und ländlichen Genossenschaften (COGECA) gewarnt. Damit würde die mit dem Greening ebenfalls angestrebte Stärkung der heimischen Eiweißversorgung verlorengehen, hatte der DBV zu bedenken gegeben.

Laut den Greening-Vorgaben sind bekanntlich alle Betriebe mit mehr als 15 ha Ackerfläche in der EU dazu verpflichtet, 5 % ihrer Ackerflächen als ÖVF vorzuhalten. Da der konventionelle Anbau von Leguminosen anteilig als ÖVF angerechnet wird, hatte die Produktion der Hülsenfrüchte in Deutschland zuletzt einen deutlichen Aufschwung erfahren. AgE

Einfache und praxisnahe digitale Anwendungen sind Schlüssel zum Erfolg

Die Bedeutung möglichst breit angelegter und leicht zugänglicher Internetplattformen für die Agrarwirtschaft hat der Parlamentarische Staatssekretär vom Bundeslandwirtschaftsministerium, Peter Bleser, hervorgehoben. Bei der Übergabe eines Zuwendungsbescheides des Agrarressorts für das Projekt „Cow Alarm“ stellte Bleser heute in Berlin fest, dass die Nutzung von Software und digitalen Anwendungen mehr denn je eine Grundvoraussetzung für wirtschaftlichen Erfolg und Marktführerschaft in der Landwirtschaft darstelle. Deshalb seien rechtzeitig die richtigen Weichen für eine praktikable Plattform im Internet zu stellen, auf der die unterschiedlichen Anforderungen von Ackerbauern und Tierhaltern mit entsprechenden Diensten bedient werden könnten.

Dabei sieht Bleser allerdings trotz mehrerer paralleler Ansätze sinnvollerweise nur Platz für eine einzige Plattform. Bei deren Etablierung wirbt er für ein intensives deutsch-europäisches Engagement, um den Einfluss internationaler Landtechnikriesen zu begrenzen.

Weitere wichtige Voraussetzungen für die erfolgreiche Nutzung von Software in der Landwirtschaft sind für den Staatssekretär Einfachheit und Praktikabilität. Der Bauer sollte nicht gezwungenermaßen zum Datenverarbeiter werden, der sich mit Passwörtern und Detailfragen beschäftigen müsse. Stattdessen müsse auch in Zukunft das landwirtschaftliche Management im Vordergrund stehen, forderte Bleser. Dafür brauche es Praxisanwendungen, die den Bauern bei der Verbesserung des Tierwohls, der Nachhaltigkeit sowie Qualität und Sicherheit unterstützten.

Das Projekt „Cow Alarm“ ist nach Ansicht des CDU-Politikers ein gutes Beispiel für diesen Ansatz. Bei dem Gemeinschaftsvorhaben der Christian-Albrechts-Universität Kiel, des Maschinen- und Anlagenbaukonzerns GEA sowie des Softwareunternehmens 365 FarmNet soll in den nächsten drei Jahren im Praxisversuch getestet werden, wie sich das Tierwohl bei Milchkühen mit dem Einsatz einfacher Sensoren, anschließender Datenaufbereitung und Rückmeldung verhaltensauffälliger Tiere verbessern lässt. Das Bundeslandwirtschaftsministerium fördert das Projekt mit 510 000 Euro. AgE

Länder streiten um Stallpflicht

Beim Kampf gegen die Ausbreitung der Geflügelpest gehen die Bundesländer zunehmend unterschiedliche Wege. Einige halten wegen der fortgesetzten Seuchengefahr strikt an der landesweiten Stallpflicht fest, andere haben sie risikoorientiert gelockert. Das bereitet Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus Sorge, der heute ein einheitliches Vorgehen und die Einberufung des zentralen Krisenstabes beim Bundeslandwirtschaftsministerium forderte. Durch unterschiedliche Vorsichtsmaßnahmen in den Ländern könne „ein Virus solchen Ausmaßes nicht in Schach gehalten werden“, betonte der Minister und wies darauf hin, dass bei der Berliner Amtschefkonferenz im Januar ein bundesweit einheitliches Vorgehen beschlossen worden war.

Backhaus kritisierte insbesondere die gestern erfolgte Lockerung der Stallpflicht in Niedersachsen: „Es verwundert mich schon, dass Landwirtschaftsminister Christian Meyer seine Teilaufstallung mit der aktualisierten Risikoeinschätzung des Friedrich-Löffler-Instituts (FLI) begründet, in seiner Presseerklärung aber mit keinem Wort erwähnt, dass das Bundesinstitut die Risikolage nach wie vor als unverändert hoch beschreibt.“ Für ihn dränge sich der Verdacht auf, so Backhaus, dass man im grün regierten Niedersachen mal wieder auf einem Auge blind sei. Warum sonst blieben nun 70 % der kleinen Geflügelbetriebe von der Aufstallung verschont, während 90 % des kommerziell gehaltenen Geflügels weiterhin eingesperrt sei.

Meyer bezeichnete die Aufhebung der Stallpflicht außerhalb der Regionen mit besonders hoher Geflügeldichte und einem besonderen Wildvogel-Risiko als „angemessene Abwägung zwischen Tierwohl, Risiken und den hohen Belastungen insbesondere für Rassegeflügelzüchter und Kleinbetriebe“. Gleichzeitig bezichtigte er seinen baden-württembergischen Amtskollegen Peter Hauk der Trickserei und Wettbewerbsverzerrung. Dieser hatte das Aufstallungsgebot für einen Tag aufgehoben, so dass die Erzeuger trotz der neu verfügten Stallpflicht in Risikogebieten ihre Eier ungeachtet der abgelaufenen Zwölfwochenfrist weiterhin als Freilandware vermarkten können. Meyer forderte, dass „die bundesweite Verbrauchertäuschung durch nicht richtig gekennzeichnete Eier aus Baden-Württemberg beendet werden muss“.

Unterdessen forderte die agrarpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Die Linke, Dr. Kirsten Tackmann, dringend über Ursachen, aber auch die Minimierung von Risiken und Schäden nachzudenken. Die Stallpflicht sei für Privathaltungen oft schwierig und zum Beispiel bei Wassergeflügel-, Tauben- oder Straußenhaltungen auch aus Tierschutzgründen schwierig. „Megaställe und extrem hohe regionale Geflügeldichten müssen angesichts dieser Situation endlich wirksam verhindert werden“, sagte Tackmann. AgE

Neue Klarstellung zur Definition von GVO erforderlich

Für eine neue und präzisere Definition der gentechnisch veränderten Organismen (GVO) im Gentechnikgesetz haben sich Wissenschaftler und Juristen ausgesprochen. In der Beantwortung der Frage, ob dabei neue Verfahren wie das Genomediting unter die GVO-Regelung fallen sollten, sind sich die Experten jedoch weiterhin uneins. Bei der gestrigen Diskussionsveranstaltung der Wissenschaftsakademie Leopoldina in Berlin bekräftigte der Direktor am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen, Prof. Detlef Weigel, seine Auffassung, wonach Pflanzen, die sich vom Ergebnis natürlicher Kreuzungen nicht ohne weiteres unterscheiden lassen, auch nicht als gentechnisch verändert gelten dürfen. Dies müsse im Gentechnikgesetz eindeutiger als bisher zum Ausdruck kommen.

Auch für den Juristen Dr. Jens Kahrmann vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) wäre so eine Einschätzung konsequent, da Mutationen jederzeit natürlich entstehen könnten und die ungezielte Erzeugung von Mutationen seit Jahrzehnten in der Pflanzenzucht zulassungsfrei praktiziert werde.

Berufskollege Prof. Tade Matthias Spranger von der Universität Spanger wandte indes ein, dass das Gentechnikgesetzt zu einer Zeit geschaffen worden sei, wo an Genomeditierung noch nicht zu denken gewesen sei. Vom Gesetzgeber benannte „sichere Verfahren“ seien daher lediglich die damals bekannte konventionelle Mutagenese gewesen, das heiße die Behandlung mit Strahlung oder Chemikalien. Neue Verfahrung unterlägen damit selbstverständlich einer Genehmigungspflicht. Bevor man die Vorschriften ändere, sei aber zunächst eine Diskussion darüber unter Naturwissenschaftlern, Züchtern, Unternehmen und in der Politik notwendig. Erst dann seien die Juristen gefordert.

Einen ganzheitlicheren Ansatz mahnte derweil der Direktor des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL) Prof. Urs Niggli an. Die auf die beschleunigte Mutation setzenden neuen Züchtungstechniken weisen nach seiner Einschätzung ein vielversprechendes Potential auf, um die Vielfalt auch im konventionellen Landbau zu erhöhen. Es werde schließlich mit Mutationen gearbeitet, die auch durch natürliche Brüche in der DNA entstünden. Niggli warnte aber vor einer einseitigen Fokussierung auf die Züchtung. Die gute fachliche Praxis und die Einbindung in vielfältige Anbausystem dürften darüber nicht vernachlässigt werden. AgE

Überdurchschnittlich viele Umstellungen auf Öko in Bayern

Der Ökolandbau in Bayern ist im vergangenen Jahr dem bundesweiten Trend folgend stark gewachsen, und zwar insbesondere in der Milcherzeugung und im Ackerbau. Wie das Münchener Agrarressort im Vorfeld der Biofach heute berichtete, stellten im Freistaat 2016 rund 1 000 Betriebe mit zusammen 35 000 ha Fläche vom konventionellen auf den ökologischen Landbau um. Die Zahl der Biohöfe erhöhte sich demnach dort um 14 % auf 8 400, womit der bundesdurchschnittliche Zuwachs deutlich übertroffen wurde. Landesweit umfasst die ökologisch bewirtschaftete Fläche jetzt 270 000 ha. Die Zahl der in Bayern ansässigen Verarbeitungsbetriebe von Ökolebensmitteln nahm auf 3 150 zu.

Dass Ende vergangenen Jahres auch mehr Ackerbaubetriebe gezählt wurden als noch 2015 hat laut Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner seine Ursache im Ökomilchsektor, der mit seinem Wachstum „eine steigende Nachfrage nach Ökofutter wie etwa Getreide“ ausgelöst habe. Davon profitierten jetzt auch zunehmend die Ackerbauern.

Insgesamt werden in Bayern nach Angaben des Ministeriums im Ökosektor jetzt mehr als 100 000 Milchkühe gehalten; das sind 17 % mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Legehennen sei unterdessen um 14 % auf 411 000 Stück gestiegen und die Zahl der Ökomasthähnchen um ein Drittel auf 200 000 Tiere.

Brunner interpretierte die Entwicklung auch als einen Beleg dafür, dass mit dem 2012 initiierten Landesprogramm „BioRegio Bayern 2020“ die richtigen Impulse für den Ökolandbau gesetzt werden. Das Programm verfolge den Zweck, die Ökoproduktion im Freistaat voranzubringen, um die Abhängigkeit von Importen zu verringern, die Absatzchancen für die hiesigen Bauern zu verbessern und konventionelle Märkte zu entlasten, erklärte der Minister. Er stellte fest, dass der Freistaat bei Biolebensmitteln nach wie vor noch nicht in der Lage sei, die heimischen Märkte ausreichend zu bedienen. Um das zu ändern, soll sich die Ökoproduktion in Bayern laut Brunner bis 2020 verdoppeln. AgE

Foerst übernimmt das weltweite Claas-Traktorengeschäft

Der Landtechnik-Konzern Claas vollzieht einen schrittweisen Generationswechsel. Wie das Unternehmen gestern im westfälischen Harsewinkel mitteilte, wird Dr. Jens Foerst ab 1. Juni 2017 die Verantwortung für das Geschäftsfeld Traktoren sowie die Claas Industrietechnik GmbH. Bereits zum 1. April tritt Foerst nach Unternehmensangaben in die Claas Konzernleitung ein.

Der Manager hatte nach seinem Studium an der Universität zahlreiche internationale Managementpositionen bei EvoBus und MAN innehatte. Zuletzt leitete er bei BMW ein weltweites Produktionsnetzwerk.

Foerst übernimmt die Aufgaben von Lothar Kriszun, der bis zu seinem altersbedingten Ausscheiden mit dem Geschäftsjahresende am 30. September 2017 Sprecher der Claas Konzernleitung bleibt. Bis dahin verantwortet Kriszun auch weiter die Konzernfunktionen Strategie und Unternehmenskommunikation. AgE

Hamm enttäuscht von Plänen für staatliches Tierwohllabel

Deutliche Kritik am vorgesehenen ein staatlichen Tierwohllabel übt der Fachgebietsleiter Agrar- und Lebensmittelmarketing der Universität Kassel, Prof. Ulrich Hamm. Aus seiner Sicht seien die bislang bekannt gewordenen Pläne des Bundeslandwirtschaftsministeriums eine „einzige Enttäuschung“, sagte Hamm gegenüber AGRA-EUROPE.

Nach seinen Erkenntnissen wollen die Verbraucher eine einfach nachzuvollziehende Kennzeichnung und echte Fortschritte in der Tierhaltung. Mit etwas mehr Platz für die Tiere und Spielzeug in Ställen mit Vollspaltenböden sei dem Verbraucheranliegen aber nicht gedient. Hamm prognostiziert einen weiteren starken Anstieg der Zahl von Vegetariern und Veganern, sollte die Fleischbranche die eindeutigen Verbraucherwünsche nicht ernst nehmen. Ein Tierwohllabel müsse auch den kritischen Verbrauchern echte Alternativen anbieten.

Hamm betrachtet die verpflichtende 0-1-2-3 Kennzeichnung bei Eiern als ein Erfolgsrezept auch für Fleisch. Bei Eiern hätten die Verbraucher ganz schnell mit ihren Einkäufen und dem Geldbeutel abgestimmt. Eier aus der Freiland- und aus der Ökohaltung hätten zusammen ihren Marktanteil in einem Jahrzehnt nach Einführung der Kennzeichnung von 10 % auf 25 % erhöht. Ähnliches wäre dem Wissenschaftler zufolge auch bei Milch und Fleisch aus Haltungen mit Strohaufstallung oder aus Freilandhaltung möglich. Das sei das, „was viele Verbraucher nicht nur in Befragungen als wünschenswert angeben, sondern auch das, wofür sie deutliche Aufpreise zahlen“. AgE

Mittleres Einkommen von 67 500 Euro für Niedersachsens Landwirte vorausgesagt

Für die Landwirte in Niedersachsen zeichnet sich nach zwei schwierigen Jahren wieder ein besseres Unternehmensergebnis ab. In einer Prognose für das laufende Wirtschaftsjahr 2016/17 errechnete die Landwirtschaftskammer Niedersachsen für Haupterwerbsbetriebe ein Einkommen, das über dem Fünf-Jahres-Durchschnitt liegt. Der Vorhersage zufolge werden sie im Mittel 67 500 Euro erwirtschaften; das wären etwa 10 % mehr als im Schnitt der Wirtschaftsjahre 2011/2012 bis 2015/16.

„Diese Ergebnisse sind aber nicht mit den Bruttolöhnen in der Wirtschaft zu vergleichen“, relativierte der Kammerpräsident Gerhard Schwetje die Prognose heute in einer Presseverlautbarung. Von dem Erwirtschafteten seien neben den Privatentnahmen auch betriebliche Investitionen, private Steuern und die Altersvorsorge zu bezahlen. Deshalb seien die meisten Betriebe von einer Nettorentabilität, also einer adäquaten Verzinsung für das eingesetzte Kapital und die eingebrachte Arbeitskraft der Betriebsleiterfamilie, noch weit entfernt.

Besonders erfreut zeigte sich Schwetje von den Ergebnissen der Milchviehbetriebe und Schweinehalter, die es in den beiden zurückliegenden Jahren extrem hart getroffen hatte. Bei den Milchviehbetrieben weisen die Prognosen der Kammer zufolge einen Wert von etwa 77 000 Euro aus; das wäre ein Plus von 48 % gegenüber dem fünfjährigen Mittel. Damit könnten die Betriebe nach langer Durststrecke erstmals wieder einen Wert erzielen, der eine annähernd kostendeckende Milchproduktion in Aussicht stelle.

Für die Veredlungsbetriebe - Mastschweine und Ferkel - werden von der Kammer knapp 67 000 Euro vorausgesagt. Das entspräche einem Plus von 30 % gegenüber dem Fünf-Jahres-Durchschnitt. Trotz des positiven Trends wären die Betriebe bei einem solchen Wert aber noch weit davon entfernt, einen Unternehmensgewinn zu erzielen.

„Der Aufwärtstrend muss sich fortsetzen, damit die Tierhalter nach langer Zeit wieder die Möglichkeit haben, aufgeschobene Investitionen durchzuführen und die so wichtigen Risikorücklagen zu bilden“, erklärte Schwetje. Um die betrieblichen Folgen des Defizits der letzten Jahre aufzufangen, seien zwei wirtschaftlich gute Jahre unbedingt notwendig. AgE
vermarktung marktbericht weizen 722x383

Marktbericht

Lesen Sie unseren ausführlichen, alle 14 Tage erscheinenden, Marktbericht inkl. Charts und Bewertungen.

Marktpreise, Entwicklungen, Bewertung - hier direkt als übersichtliches pdf zum Download.

zum Marktbericht

USDA Getreidebilanz

vermarktung getreide 7040 722x383

Vermarktung

Ernte- oder Transportlogistik, Lagerkapazität oder Vermarktungsinstrumente - in allen Bereichen bieten wir moderne Höchstleistung.

Vermarktung

planzenschutz raps 722x383

Sicherheitsdatenblätter

In unserer Datenbank finden Sie die Sicherheitsdatenblätter zu den bei uns gekauften Produkten (z.B. Dünger, Pflanzenschutz).

zu den SDBs

energie diesel 9818 722x383

Energie

Neben den klassischen Brennstoffen (Briketts und Heizöl) bieten wir auch Holzpellets in hochwertiger Buir-Bliesheimer Qualität an.

Brennstoff-Anfrage

vermarktung lkw silo ameln 8660

Zertifizierungen

Die Buir Bliesheimer bietet Ihnen Sicherheit und unterstreicht die hohe Qualität durch umfangreiche Zertifizierungen und ständige Überwachung.

Übersicht Zertifikate

vermarktung weizen 9564 722x383

Karriere

Werden Sie Teil der Buir-Bliesheimer Agrargenossenschaft eG: Hier finden Sie unsere aktuellen Stellenangebote – sowohl im gewerblichen als auch im kaufmännischen Bereich.

Karriereportal

futtermittel schweine 1 722x383

Futtermittel

Die Buir-Bliesheimer bietet Ihnen eine große Palette an qualitativ hochwertigen Futtermittelmischungen an – mit BB-OPTIMUM und BB-ERFOLGSMAST auch eigene Premium-Produkte.

Futtermittel