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Aktuelle News

Verbraucherschützer fordern mehr Klarheit über Nahrungsergänzer

Mehr Klarheit beim Umgang mit Nahrungsergänzungsmitteln (NEM) hat der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) gefordert. Kurz vor Eröffnung der Internationalen Grünen Woche (IGW) wies der vzbv-Vorstand Klaus Müller heute in Berlin darauf hin, dass bundesweit jeder dritte Bürger solche Mittel einnehme. Insgesamt werde laut einer aktuellen forsa-Umfrage jedes Jahr in Deutschland mehr als 1 Mrd Euro dafür ausgegeben. Dennoch wüssten die Verbraucher nur wenig über Nahrungsergänzer und unterschätzten daher die Risiken.

„Viele Anbieter von Nahrungsergänzungsmitteln vermitteln den Verbrauchern, sie würden ihrer Gesundheit etwas Gutes tun“, stellte Müller weiter fest. Häufig seien solche Mittel aber Geldverschwendung, manchmal sogar gesundheitsgefährdend. Nach Überzeugung des vzbv-Vorstands sind deshalb dringend klare Regeln für sinnvolle Dosierungen und definierte Anforderungen an die Zusatzstoffe erforderlich. Dafür müssten neben einer europäischen Positivliste für Zusatzstoffe, behördlichen Sicherheitsprüfungen und staatlichen Zulassungsverfahren auch klare Höchstmengenregelungen eingeführt werden.

Laut Prof. Helmut Heseke von der Universität Paderborn sind die Verbraucher in Deutschland bereits durch die Aufnahme üblicher Lebensmittel in der Regel gut mit Vitaminen und Nährstoffen versorgt. Zudem biete die Aufnahme von Nahrungsergänzungsmitteln über den eigentlichen Bedarf hinaus keinerlei Vorteile und berge sogar Gefahren für die Gesundheit. Wie Angela Clausen von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hinzufügte, ist auch kaum bekannt, dass hinsichtlich des Einsatzes „sonstiger Stoffe“ in NEM keine gesetzlichen Einschränkungen bestehen. Die Verbraucher hätten damit keine Sicherheit, dass diese Produkte frei von schädlichen Substanzen seien, gab Clausen zu bedenken.

Der vzbv hat zur Grünen Woche ein neues Verbraucherportal zu Nahrungsergänzungsmitteln freigeschaltet. Unter „www.klartext-nahrungsergaenzung.de“ finden interessierte Bürger nach seinen Angaben Informationen über entsprechende Produkte. Verbraucher könnten hier auch Fragen an Ernährungsexperten stellen und Produktbeschwerden einreichen. AgE

Lohnunternehmen wollen 2017 mehr Maschinen anschaffen

Die Investitionsbereitschaft der deutschen Lohnunternehmen wird einer aktuellen Erhebung des Beckmann Verlags zufolge in diesem Jahr uneinheitlich ausfallen, insgesamt aber steigen. Auf Grundlage der aktuellen Umfrage unter 100 landwirtschaftlichen Dienstleistern ziehen die Analysten in der aktuellen Ausgabe des „LU-Trend-Reports“ den Schluss, dass sich ein Teil der Lohnunternehmer, nämlich knapp mehr als die Hälfte, zurückhaltender zeigen wird als im Vorjahr. Gleichzeitig gedenken aber diejenigen, die mehr Landtechnikkäufe als 2016 tätigen wollen, größere Summen zu investieren.

Konkret ist laut Verlag die Zahl derjenigen, die bis zu 50 000 Euro oder bis zu 100 000 Euro investieren wollten, um elf beziehungsweise acht Lohnunternehmer auf insgesamt 19 gesunken. Viele von ihnen hätten im Vorjahr kräftig investiert und wollten sich daher nun zurückhalten. Dagegen planten 18 Befragte mehr als im Vorjahr, nämlich zwischen 100 000 Euro und 300 000 Euro in neue Technik zu stecken. Leicht zurückgegangen sei wiederum die Investitionsbereitschaft in der Bandbreite 301 000 Euro bis 600 000 Euro, während sie bei allen Anschaffungen, die diese Summe übertreffen würden, etwas höher ausgefallen sei.

Bei der Frage nach dem Gegenstand der Investitionen lagen die Traktoren dem Beckmann Verlag zufolge deutlich vorne. Sei 2016 von den Befragten insgesamt der Kauf von 18 Schleppern geplant gewesen, so habe die Menge auf nunmehr 40 zugelegt. Rund 90 % dieser Traktoren würden den Plänen der Befragten zufolge in der Klasse 150 PS bis 250 PS liegen. Auch Häcksler sind nach Angaben des Verlages bei den Lohnunternehmern wieder mehr gefragt; hier fehle das geplante Erwerbsvolumen mit 18 Stück unter allen Befragten um mehr als ein Viertel größer aus als vor Jahresfrist. Die Zahl der vorgesehenen Käufe von Pflanzenschutzspritzen sei mit sieben zwar erneut gering ausgefallen, habe sich aber im Vorjahresvergleich beinahe verdoppelt.

Kaum noch Bedeutung hätten für die potentiellen Landtechnikkäufer in den vergangenen Jahren die Frühbezugskonditionen gehabt. Der Verlag sieht das kontinuierliche Investitionsverhalten der Dienstleister als mögliche Ursache dafür. Unterdessen sei auch eine sinkende Tendenz beim Eigenkapital der Lohnunternehmer erkennbar. AgE

EuRH fordert Aktionsplan gegen Lebensmittelverschwendung

Die bisherigen Maßnahmen der Europäischen Union gegen Lebensmittelverschwendung sind nach Ansicht des Europäischen Rechnungshofs (EuRH) unzureichend. In seinem heute zu diesem Thema vorgelegten Bericht an die EU-Kommission kritisiert der EuRH das bisherige Vorgehen als „unzusammenhängend und bruchstückhaft“. Gefordert seien konkrete Maßnahmen, wie etwa eine Vereinfachung von Lebensmittelspenden und mehr Investitionen in die Vermeidung.

Die Kommission wird aufgefordert, die EU-Organe und Mitgliedstaaten besser zu koordinieren. Hierzu verlangen die Prüfer einen Aktionsplan und eine gemeinsame EU-Strategie mit einer einheitlichen Definition für den Begriff der Lebensmittelverschwendung als Ausgangsbasis. Die von der Kommission geplante Plattform gegen Lebensmittelverschwendung hält das für den Bericht zuständige EuRH-Mitglied Bettina Jakobsen dagegen für unwirksam. Lebensmittelverschwendung sollte nach Auffassung des Rechnungshofs zudem in künftigen Folgenabschätzungen der verschiedenen EU-Politiken mit einfließen. Diese sei ein Problem entlang der gesamten Lebensmittelversorgungskette. Insbesondere die Landwirtschafts-, die Fischerei- und die Lebensmittelsicherheitspolitik müssten hier eine wichtige Rolle übernehmen und könnten zur verbesserten Bekämpfung von Lebensmittelverschwendung genutzt werden, so die Prüfer.

Empfohlen wird unter anderem, den Abruf verfügbarer EU-Finanzmittel für Investitionen zur Bekämpfung von Lebensmittelverschwendung einfacher zu gestalten. Zudem müssten betreffende Vorgaben in der Abfallrahmenrichtlinie und im allgemeinen Lebensmittelrecht klarer gefasst werden, da die bestehenden Regelungen häufig von Lebensmittelspenden abhalten würden. Nach Schätzungen der Europäischen Umweltagentur (EEA) wird in der Gemeinschaft etwa ein Drittel der Lebensmittel entsorgt oder geht verloren. AgE

Bundesratsinitiative zur finanziellen Stärkung der Zweiten Säule

Eine Umschichtung von EU-Fördermitteln zugunsten des Ökolandbaus und des Vertragsnaturschutzes wollen die Landesregierungen in Niedersachsen und Schleswig-Holstein - wie bereits zuvor angekündigt - mit einer gemeinsamen Gesetzesinitiative über den Bundesrat erreichen. Wie die Landwirtschaftsministerien beider Länder heute in separaten Presseverlautbarungen mitteilten, soll eine Änderung des Durchführungsgesetzes für Direktzahlungen erwirkt werden, so dass künftig 15 % der Fördermittel aus der Ersten Säule in die Zweite Säule fließen. Das entspreche nach EU-Recht dem höchstmöglichen Prozentsatz. Derzeit beträgt der betreffende Anteil 4,5 %.

Schleswig-Holsteins Landwirtschaftsminister Dr. Robert Habeck sieht eine Neuaufstellung der EU-Förderung als dringend notwendig an, da immer mehr Bauern Einkommensalternativen im Ökobereich suchten. Ziel sei ein System, „in dem die Landwirtschaft öffentliches Geld für öffentliche Leistungen erhält“. Die Umschichtung könne „ein erster wichtiger Schritt hin zu einer anderen Förderpolitik“ sein.

Der niedersächsische Agrarressortchef Christian Meyer möchte insbesondere Milchbauern, Schaf- und Sauenhalter durch eine bessere Honorierung der Grünlandpflege unterstützen. Durch die flächengebundenen Zahlungen erhielten nur etwa 20 % der Betriebe 80 % der Beihilfen, kritisierte Meyer. Zudem sei die Mehrheit der Flächen in Niedersachsen verpachtet, weshalb die Prämien oft mittels steigender Pachten an die Besitzer weitergeleitet würden.

Mit der von Habeck und Meyer gewollten Umschichtung würde der jährliche Betrag, der aus der Ersten in die Zweite Säule fließt, von 230 Mio Euro auf 750 Mio Euro steigen. Für Schleswig-Holstein wären das statt derzeit 14 Mio Euro dann 47 Mio Euro, und für Niedersachsen würden 80 Mio Euro zusätzlich in der zweiten Säule zur Verfügung stehen. Die Einbringung ist laut dem Kieler Agrarressort für die Sitzung des Bundesrats am 10. Februar vorgesehen. Die Aufstockung der Umschichtung müsste der EU-Kommission spätestens zum 1. August 2017 mitgeteilt werden. AgE

Zwei Stufen bei staatlichem Tierwohllabel geplant

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt hat erste Details zum geplanten Tierschutzlabel für Fleischprodukte genannt. „Es wird voraussichtlich zwei Stufen geben, Standard und Premium", sagte er der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (F.A.S.). Dafür würden jeweils Anforderungen an die artgerechte Haltung definiert, wie Platz, Spielmaterial, Stroh oder Raufutter. Die Tierwohlstandards würden über den gesetzlichen Vorgaben liegen und die entsprechenden Produkte mit dem staatlichen Label gekennzeichnet sein, die es „an jeder Ladentheke“ geben solle. Schmidt hatte bereits angekündigt, mit Schweinen zu starten und das Label auf der am Freitag in Berlin beginnenden Internationalen Grüne Woche (IGW) vorstellen zu wollen.

In einem heute im „Berliner Tagesspiegel“ veröffentlichten Interview betonte Schmidt zudem, dass Deutschland ein „Trendsetter beim Tierwohl“ werden solle. Für das staatliche Tierwohlsiegel sei die Initiative Tierwohl der Wirtschaft eine gute Grundlage, doch müssten verbesserte Haltungsbedingungen in noch mehr Ställen ankommen. Ein Großteil der Verbraucher sei bereit, mehr für Lebensmittel zu zahlen, wenn die Tiere besser gehalten würden. „Dieses Potential will ich heben und das kann nur mit einer klaren Kennzeichnung gelingen“, so der CSU-Politiker. Er kündigte in dem Interview an, 70 Mio Euro bereitzustellen, um das neue Label zu etablieren.

Politikern der Grünen im Bundestag gehen die Pläne von Schmidt jedoch nicht weit genug. „Ein freiwilliges Label, dessen Einstiegsstufe nur knapp über den gesetzlichen Anforderungen liegt, ist Verbrauchertäuschung“, kritisierte die Sprecherin für Tierschutz- und Verbraucherpolitik, Nicole Maisch. Agrarsprecher Friedrich Ostendorff forderte eine verpflichtende Haltungskennzeichnung wie bei den Eiern und monierte, dass „sich in dieser Legislaturperiode nichts mehr für die vielen Millionen Nutztiere in Deutschland verbessern wird“. Bei einer von Greenpeace in Auftrag gegebenen repräsentativen forsa-Umfrage sprachen sich 79 % der Bundesbürger für die Einführung einer verpflichtenden Haltungskennzeichnung bei Fleischprodukten aus, äquivalent zu derjenigen bei Eiern. AgE

Biolebensmittel: Von Nischenprodukt zu Mainstream?

Jeder siebte Bundesbürger kauft mehr Bio- als konventionell erzeugte Lebensmittel. Das ist eines der Ergebnisse einer Bevölkerungsumfrage der Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) in Zusammenarbeit mit der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE), die heute vorgestellt wurde. Für die Studie „Bio vs. konventionell - Was kaufen Konsumenten zu welchem Preis?“ ist laut Angaben der BVE eine repräsentative Stichprobe von 1 000 Personen ab 18 Jahren im Vorfeld zur Internationalen Grünen Woche (IGW) online befragt worden.

Besonders bei Obst und Gemüse griffen die Deutschen mehrheitlich zu Bioprodukten, wobei der „typische Einkäufer“ von biologisch erzeugten Lebensmitteln weiblich sei, jünger als 45 Jahre und über ein höheres Einkommen verfüge, erklärten die Marktforscher. Beim Einkauf von Molkereiprodukten, Fleisch- und Wurstwaren bevorzuge gut jeder dritte Verbraucher Bioqualität. Bei allen anderen Produktkategorien spiele diese allerdings nur eine untergeordnete Rolle. Dennoch seien biologisch erzeugte Lebensmittel längst mehr als ein Trend innerhalb einer besonders umwelt- und ernährungsbewussten Verbraucherschicht, stellte der Leiter des Geschäftsbereichs Handel und Konsumgüter bei PwC, Gerd Bovensiepen, klar. Sie seien auf gutem Weg, den Massenmarkt zu erobern.

Von Bioprodukten würden die Verbraucher vor allem Gesundheitsvorteile und mehr Tierwohl im Vergleich zu konventionellen Lebensmitteln erwarten, erläuterte BVE-Hauptgeschäftsführer Christoph Minhoff. Trotzdem werde dabei nicht jeder Preis akzeptiert, und bei einem besseren Preis-Leistungsverhältnis und einer größeren Auswahl greife der Verbraucher oft zum konventionellen Produkt. Die Bereitschaft, für Bio mehr zu zahlen, hänge stark vom Produkt und dem Preisunterschied ab. Die Zahlungsbereitschaft sei beispielsweise bei Biomilch höher als bei Biofleisch, erklärte Minhoff.

Verbesserungsmöglichkeiten sehen die Marktforscher vor allem im Hinblick auf die Biomarken. Die Mehrheit der Befragten erkannte laut der Studie kaum einen Unterschied zwischen den Biomarken und den Bioeigenmarken der Supermärkte. Zur stärkeren Differenzierung empfehlen die PwC-Experten die vermehrte Verwendung von Gütesiegeln. AgE

Neonikotinoidverbot mit gravierenden Folgen für Umwelt und Wirtschaft

Das europäische Anwendungsverbot für drei Wirkstoffe aus der Gruppe der Neonikotinoide (NNI) kostet Rapserzeuger und -verarbeiter in der Europäischen Union jährlich etwa 900 Mio Euro und zieht zudem negative Folgen für Umwelt und Klima nach sich. Zu diesem Ergebnis kommt eine von Bayer und Syngenta beauftragte und von der Forschungsgesellschaft HFFA durchgeführte Studie, die heute in Berlin vorgestellt wurde.

Laut Mitautor Dr. Steffen Noleppa führt das Neonikotinoidverbot zu einem durchschnittlichen Ertragsverlust von rund 4 %, was einer Erntemenge von gut 900 000 t entspricht. Zudem seien wegen des Verzichts auf den Wirkstoff in der Praxis im Mittel 0,73 zusätzliche Pflanzenschutzanwendungen notwendig, was einen Qualitätsverlust beim Erntegut von durchschnittlich 6,3 % aber nicht vermeide, erläuterte Noleppa. Diese Effekte summieren sich nach seinen Berechnungen auf 900 Mio Euro im Jahr.

Laut dem Berliner Agrarökonomen kommt es darüber hinaus zu globalen Folgeeffekten: So müsse die fehlende EU-Rapserzeugung bei anhaltend hoher Nachfrage zwangsläufig durch Importe von Ölsaaten ausgeglichen werden, was mit einem zusätzlichen Anbauflächenbedarf von geschätzten 533 000 ha einhergehe, verdeutlichte Noleppa. Da dieser oft zu Lasten ökologisch wertvoller Naturräume gehe, verursache dies durch Urbarmachung und Zerstörung von Biotopen einen zusätzlichen Treibhausgasausstoß, der mit 80,2 Mio t Kohlendioxid etwa der jährlichen Klimagasbilanz Österreichs entspreche.

Nach Noleppas Darstellung wird zudem in den neuen Anbauregionen zur Produktion derselben Menge Ölsaaten mehr Wasser als in Europa verbraucht. Die Umwandlung von Grasland und artenreichen Lebensräumen in Ackerflächen bleibe auch nicht ohne Folgen für die Artenvielfalt, betonte der Agrarökonom.

Wegen dieser eklatanten Folgen für Wirtschaft und Umwelt empfiehlt Noleppa, bei der Bewertung der Neonikotinoide auch den Nutzen dieser Wirkstoffe in Betracht zu ziehen. Die Verwendung der „zweitbesten Lösung“ in Form anderer Wirkstoffe ist ihm zufolge keine echte Alternative, da deren Einsatz weniger effektiv wäre und weil dies wegen des künstlich eingeschränkten Wirkstoffspektrums zu Resistenzproblemen führen könnte. AgE

Gemischte Reaktionen auf Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung

Die in dieser Woche von der Bundesregierung beschlossene Neuauflage der Nachhaltigkeitsstrategie hat unterschiedliche Reaktionen ausgelöst. So vermisst der Deutsche Bauernverband (DBV) unter anderem die Berücksichtigung wichtiger Nachhaltigkeitskriterien für die Landwirtschaft. Der DBV-Umweltbeauftragte Eberhard Hartelt betonte heute in einer Stellungnahme, das eine „wirklich nachhaltige Nachhaltigkeitsstrategie“ für die deutsche Landwirtschaft sich nicht nur auf ökologische Kriterien beziehen dürfe und die soziale und ökonomische Seite ausblende. Ein „detailverliebtes Aneinanderreihen von Umwelt- und Nährstoffindikatoren“ sei im Sinne der Nachhaltigkeit zu kurz gegriffen und vernachlässige den gesamtheitlichen Ansatz der nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen. Bei einer wachsenden Weltbevölkerung müsse die Effizienz des Ressourceneinsatzes in den Vordergrund rücken. Hartelt bedauerte, dass die Vorschläge des DBV zur Entwicklung der landwirtschaftlichen Produktivität sowie der Effizienz und der Einkommen nicht aufgegriffen worden seien.

Der Vorsitzende des Bundes Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Felix Prinz zu Löwenstein, begrüßte, dass das Ziel von mindestens 20 % Ökolandbau weiterhin in der Nachhaltigkeitsstrategie verankert sei. Es dürfe aber nicht bei „schönen Worten“ bleiben. Vielmehr müssten die politischen Weichen auf Bio gestellt werden, damit Bauern attraktive Rahmenbedingungen für nachhaltiges Wirtschaften vorfänden, forderte der Verbandsvorsitzende.

Die Nachhaltigkeitsstrategie steht im Zeichen der Agenda 2030 der Vereinten Nationen (UN) für nachhaltige Entwicklung. Für die Neuauflage 2016 wurden alle 17 globalen UN-Ziele, die sogenannten Sustainable Development Goals (SDG), konkretisiert. Die Strategie umfasst laut Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks „ein ambitioniertes Bündel an messbaren politischen Maßnahmen“. In den kommenden 15 Jahren sollen unter anderem die Qualität von Fließ- und Küstengewässern verbessert, Luftbelastungen vermindert und auch das Angebot von nachhaltigen Produkten gesteigert werden. Die Strategie verfestigt zudem die Nachhaltigkeitspolitik innerhalb der Bundesregierung und die Zusammenarbeit mit relevanten Akteuren aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft. AgE

BVVG hat ein Drittel ihrer KTG-Flächen neu vergeben

Die Bodenverwertungs- und -verwaltungsgesellschaft (BVVG) hat rund ein Drittel ihrer Flächen, die sie an ehemalige Tochterunternehmen der in Insolvenz gegangenen KTG Agrar verpachtet hatte, inzwischen neu vergeben. Geschäftsführer Stefan Schulz bezifferte deren Umfang heute vor Journalisten in Berlin auf gut 1 000 ha.

Laut Schulz hatte die bundeseigene Gesellschaft rund 2 960 ha landwirtschaftliche Fläche an 25 KTG-Töchter verpachtet. Davon seien im letzten Jahr 840 ha wegen Nichtzahlung von zwei Pachtraten gekündigt worden. Die Verträge für 177 ha seien regulär zum 30. September 2016 ausgelaufen. Für die übrigen Flächen liefen die Pachtverträge auch nach der Übernahme der Tochterunternehmen weiter.

Wie der BVVG-Geschäftsführer weiter mitteilte, wurden bislang rund 1 000 ha im Zuge von 80 Ausschreibungen in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg neu vergeben. Mehr als 70 % der Flächen seien wieder verpachtet worden, und zwar überwiegend an neue Pächter. Rund 15 % seien erneut an Nachfolgeunternehmen der KTG gegangen.

Darüber hinaus seien drei Kaufverträge, die die BVVG mit KTG-Tochterunternehmen geschlossen hatte, nicht mehr vollzogen worden. In dem Rahmen seien 650 ha zurück an die BVVG gegangen. Diese würden ebenfalls neu ausgeschrieben.

Schulz wies darauf hin, dass die BVVG formal von der Insolvenz des Mutterkonzerns nicht unmittelbar betroffen sei, da man nur Flächen an die ehemaligen Tochterunternehmen verpachtet habe. Wenn die Pachten bezahlt würden, bestehe keine Kündigungsmöglichkeit. Sollten im Zuge der Sanierung des Mutterkonzerns Tochtergesellschaften insgesamt veräußert werden, habe dies keinen Einfluss auf die Pachtverträge, erläuterte der Geschäftsführer. AgE

Nachlassende Dynamik auf dem ostdeutschen Bodenmarkt

Die Verkaufspreise der Bodenverwertungs- und -verwaltungsgesellschaft (BVVG) sind im vergangenen Jahr erstmals seit geraumer Zeit nicht gestiegen. Mit durchschnittlich rund 19 400 Euro/ha lagen die Preise bei den Verkehrswertverkäufen von Acker- und Grünland auf dem Niveau des Jahres 2015.

Geschäftsführer Stefan Schulz sprach heute vor Journalisten in Berlin von einer nachlassenden Dynamik auf den Bodenmarkt, warnte aber vor voreiligen Schlüssen. Von einer Trendwende oder einem Bruch bei der Entwicklung der Bodenpreise könne nicht die Rede sein.

Schulz wies darauf hin, dass die Nachfrage nach Ackerland auch im Jahr 2016 hoch gewesen sei. Dies habe sich in einem Preisanstieg bei Ackerflächen vergleichbarer Qualität um 9 % gegenüber 2015 niedergeschlagen.

Deutliche Zuwächse verzeichnet die BVVG bei den Pachtpreisen; das Pachtpreisniveau stieg um rund 5 % auf 406 Euro/ha. Noch deutlicher fiel das Plus bei den Neuverpachtungen aus. Für die rund 19 000 ha, die die BVVG zum Pachtjahr 2016/17 neu vergeben hat, stiegen die Preise um rund 10 %.

Insgesamt hat die BVVG im letzten Jahr rund 10 400 ha landwirtschaftliche Fläche verkauft; davon gingen 4 400 ha direkt an Pächter ohne Ausschreibung und rund 1 700 ha begünstigt an Alteigentümer. Beschränkt ausgeschrieben hat die bundeseigene Gesellschaft im Vorjahr rund 6 200 ha; der größte Teil davon wurde verpachtet. Die durchschnittliche Losgröße bei allen Ausschreibungen belief sich auf 12 ha.

Daneben veräußerte die BVVG rund 2 400 ha Wald und etwa 9 600 ha Umwidmungsflächen, darunter rund 8 900 ha an die Länder zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL). Der Überschuss für 2016 beläuft sich auf 350 Mio Euro. AgE
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